Das freie Schreiben

Das Schreiben als kreativer Prozess

Zwischen uns und unser Schreiben tritt oft der Wunsch, von Anfang an perfekt zu sein zu wollen. Dieser Wunsch hält uns nicht selten davon ab, überhaupt anzufangen zu schreiben. Um frei zu schreiben, müssen wir deshalb bereit sein, uns weniger mit Formellem aufzuhalten. Wir wollen es zulassen, dass unsere Schreiben ein kreativer Prozess ist, der uns das Verarbeiten gestattet.

Du wirst sehen, dass dieser Prozess Spaß macht und möglicherweise einige Überraschungen bereithält. Schreiben als Mittel zur Selbsterforschung hat eine lange Tradition. Es gibt eine Reihe bekannter Schriftsteller*innen, die sich dazu bekannten, dass ihr Schreiben reine Selbstanalyse sei. Zum Beispiel Franz Kafka, Rainer M. Rilke, Virginia Woolf oder Christa Wolf. Wie du siehst, bist du hiermit in bester Gesellschaft!

Im Übrigen besteht jeder Schreibprozess, also auch der „rein“ literarische, aus zwei Phasen: Die erste Phase ist das Fließenlassen, den inneren Zensor ausschalten, einfach schreiben, was du sagen willst; die zweite ist die Überarbeitung und das ästhetische Formen des Textes.

Für mich persönlich ist es immer auch schön, mich auf die zweite Phase einzulassen. Wie du das handhabst, bleibt dir überlassen.

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